Sucht man Baden-Baden im Internet kann man erfahren, dass es eine Stadt in Baden-Württemberg ist mit ca. 57.000 Einwohnern. Es handelt sich um eine Kur- und Residenzstadt, die ihre Wurzeln schon in der römischen Antike hat, da man ihren Quellen heilende Kräfte nachsagte. Diesen Ruf und Mythos hat sie auch über die Jahrhunderte bewahrt und zählt zu einer der Städte, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Doch was genau macht sie so besonders? Was ist der Flair, der mit ihr verbunden ist? Dies gilt es zu entdecken und zu erkunden.
































Eine Liebeserklärung an eine Stadt.
Was zeichnet eine Stadt aus? Ihre Sehenswürdigkeiten, wirft man einen Blick in einen Reiseführer, so werden einem für Baden-Baden viele verschiedene Orte genannt, die man besuchen muss, wenn man einen Tag oder mehrere in der Kurstadt verbringt. Doch was zeichnet die Stiftskirche aus? Was ist das Besondere an der Trinkhalle? Warum sollte man in das Friedrichsbad? Was hat es mit den eigentümlichen Laternen vor dem Casino auf sich? All diese Mosaiksteine und viele mehr zusammen zeIchmensch das einzigartige Bild von Baden-Baden. Einzeln betrachtet sind sie hübsch und interessant, doch erst gemeinsam beginnen sie zu strahlen.
So wird die aufmerksame Beobachterin oder der aufmerksame Beobachter am Haupteingang der Stiftskirche ein Schwert im Sandstein eingeritzt finden, dass Zeichen der Gerichtsbarkeit und des Gerichtsplatzes im Mittelalter. An diesem zentralen Punkt der mittelalterlichen Stadt stand damals der Pranger. Die Geschichte der Stiftskirche geht in das 13. Jahrhundert zurück, hier wurde ihr Bau von Hermann V. In Auftrag gegeben. Was es in ihr zu entdecken gibt, soll jeder selbst erkunden.
Ein paar Stufen unterhalb dieses Platzes trifft man auf die Überreste der römischen Badruinen, den ältesten Teil der Geschichte der Stadt. Es handelt sich um die Überreste eines römischen Soldatenbades, die beim Bau des Friedrichsbads entdeckt wurden. Eine Reise durch die Zeit bietet sich in diesem Fall auf jeden Fall an.
Setzen wir nun unsere Reise im hier und jetzt fort. Wohin wollen wir? Zum Friedrichsbad, das genau oberhalb der Badruinen liegt und welches schon von Mark Twain besucht und in seinen Reiseberichten erwähnt wurde? Oder doch lieber weiter in Richtung Kurhaus und Casino? Entspannung oder Nervenkitzel? Wir lieben das Risiko und machen uns auf den Weg zur Spielbank, über den Leopoldsplatz hin zu den Kolonnaden an deren Ende das Kurhaus thront. Jedoch wollen wir uns nicht mit der Geschichte des Hauses befassen, dessen Bau im 18. Jahrhundert von August Georg angeregt wurde. Diese und weitere Geschichten folgen in einem separaten Beitrag. Hier wollen wir uns mit einer bedeutsamen Belanglosigkeit befassen, die es kaum noch in dieser Form zu finden gibt. Der Stadtbeleuchtung, sie nahm und nimmt noch immer einen zentralen Teil unseres Stadtbildes ein. Vittorio Magnago Lampugnani widmete ihr ein ganzes Kapitel seines Buches,. Ihre Geschichte reicht bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurück, als sie bei Ammianus Marcellinus einem römischen Historiker, bei seiner Beschreibung der Stadt Antiochia in Syrien erwähnt wurde. In Europa gab es im 15. Jahrhundert in London eine Verordnung, die den Bürgern vorschrieb eine Lampe in den Wintermonaten zur Straße hin auszurichten. Für Berlin lässt sich eine Vorschrift aus dem Jahr 1676 finden, die anordnete, dass vor jedem dritten Berliner Haus eine Laterne errichtet werden sollte. Dies waren die Grundsteine der Beleuchtung in den Städten, die man zuerst in Form von Gasbeleuchtungen an den großen Plätzen und Boulevards fand. Nach diesem Exkurs wieder zurück nach Baden-Baden, hier werden vor dem besagten Kurhaus noch immer Gaslaternen gefunden, die jede Tag zur Dämmerung entzündet werden. Dem Licht sagt man eine besondere Stimmung nach, die Wahrnehmung bleibt jedoch jedem selbst überlassen.
Hier endet unser kleines Ausflug nach Baden-Baden und der Ausbruch aus der Realität. Diese Stadt bietet noch viel mehr als dieser Auszug. Die folgende Aufzählung dient nur zur Ergänzung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie bildet erst den Anfang und wird stetig ein wenig erweitert und ausführlicher.
- Trinkhalle
- Augustaplatz
- Museum Frieder Burda
- Lichtentalerstraße Allee
- Festspielhaus
- Theater
- Spitalkirche
- Leopoldsplatz
- Friedirchsbad
- Neue Schloss
- Hirtenhaus
- Stourdza Kapelle
- und viele mehr